wie geht fasten

Fasten, das Universalheilmittel

Vom 21.03.2021

Hallo.

Schön, dass du da bist. 

Diesen Artikel widme ich dem Thema Fasten. Egal ob Fastenzeit oder nicht…Fasten geht immer und ich möchte dir in diesem Artikel drei abgeschwächte Formen des Fastens näher bringen und warum es von so unschätzbarem Wert für unsere Gesundheit ist!

In diesem Artikel erkläre ich dir daher:

  • Was Fasten genau bedeutet,
  • woher es kommt,
  • warum Fasten in deinem Körper „Wunder“ bewirkt
  • und meine persönlichen drei Varianten des Fastens.

Konnte ich dein Interesse wecken?

Ok, dann lass uns starten und viel Spaß beim Lesen!

Was ist Fasten

Was ist Fasten?

Fasten ist so alt, wie das Leben selbst. Bereits der griechische Arzt Hippokrates (um 460 v. Chr.) hatte das Fasten als eine medizinische Therapie erkannt. Als Ursache von Fettleibigkeit sah er bereits damals die Trägheit und Schlemmerei an. 

Das große Bedürfnis uns übermäßig voll zu essen entstand in der Zeit, als wir noch Jäger und Sammler waren. Damals musste der Mensch manchmal sogar einige Monate von den eigenen (Fett-) Reserven leben.

Auch heute ist bekannt, dass ein Überfluss an Nahrung den Menschen träge und müde macht. 

Doch was genau ist Fasten eigentlich?

Fasten ist in seinem Ursprung der absolute Verzicht auf feste Nahrung für eine gewisse Dauer. Es bedeutet, dass wir nichts essen und außer Wasser, Kräutertees und Gemüsesäfte nichts anderes trinken. Das klingt erstmal sehr abschreckend, aber mittlerweile gibt es verschiedene abgeschwächte Formen des Fastens und die stelle ich dir hier später vor.

Der primäre Sinn von Fasten ist nicht die Gewichtsabnahmen, sondern die Entgiftung und die Entlastung des Körpers. Es kann der erste Schritt zur Genesung sein, wenn du krank bist. 

Ja, genau.

Die wenigsten Menschen wissen, wie wichtig Fasten ist. Man sagt, dass Fasten beinahe jede Krankheit heilt!

religiöses fasten

Nicht zufällig nimmt es einen bemerkenswerten Platz in allen religiösen Glaubensrichtungen ein. Die Enthaltsamkeit von der Nahrung wird als Vorbedingung für geistige und physische Reinigung und Gesundheit des Menschen angesehen.

Woher kommt Fasten?

Fasten, als die bewusste Abstinenz von fester Nahrung, hat eine lange Tradition. Es wurde schon im alten Ägypten von der heilenden Wirkung des Fastens berichtet. Die Menschen wurden bereits vor Jahrhunderten regelmäßig dazu animiert, in sich zu gehen und durch eine Fastenzeit die Seele zu reinigen. Fasten war mit Demut, Buße, Abwehr des Bösen, ein Streben nach Konzentration, Erleuchtung oder Erlösung verbunden. Der religiöse und spirituelle Aspekt stand beim Fasten immer im Vordergrund.

Das hat sich mittlerweile in den „modernen“ Kulturen verändert. Fasten ist zwar immer noch für viele Menschen ein aktuelles Thema, nur die Beweggründe haben sich etwas verschoben. Die Fastenkur gilt heute als eine Zeit der inneren Einkehr, dient der Gesundheitsvorsorge, soll das Wohlgefühl steigern oder einen gesünderen Lebensstil einläuten.

Das Wort Fasten kommt übrigens vom mittelhochdeutschen „vaste„, was soviel bedeutet wie „fest„. Jemand, der fastet, muss also an den Fastenregeln festhalten. Sonst funktioniert es nicht.

Der Begriff Fastnacht bezeichnete ursprünglich die Nacht vor der Fastenzeit, also von Faschingsdienstag auf Aschermittwoch.

Was bringt Fasten?

Der therapeutische Effekt des Fastens lässt sich in zwei Etappen einteilen:

1. Etappe:

In der ersten Etappe werden der Darm, alle Organe und Systeme des Organismus entlastet. Denn seien wir mal ehrlich, wir essen zu viel! Unser Körper braucht eigentlich nicht so viel Nahrung, wie wir ihm geben und ich meine das absolut nicht bezogen auf das Gewicht und das Aussehen!

Vorteile Fasten

Wir überlasten unseren Körper mit der Menge der Nahrung. Morgens Frühstück, vor dem Mittag ein Snack, dann Mittagessen. Nach dem Mittag ein Schokoriegel und nachmittags noch Kuchen gefällig? Anschließend Abendessen…meist viel zu spät und danach vielleicht noch Chips vor dem Fernseher?

Ah ja und immer schön aufessen, haben wir in der Kindheit gelernt 🙂

Doch wusstest du, dass unser Darm 70% unserer gesamten Energie für die Verdauung verbraucht? Bei ständiger Nascherei kann unser Darm nicht richtig regenerieren, weil er ständig mit Nahrung spalten, aufnehmen und ausscheiden beschäftigt ist. 

Wenn du fleißiger Leser meiner Blogartikel bist, dann weißt du, dass 80% unseres Immunsystems im Darm liegt!

Wenn wir nun aber fasten und das nun egal ob es nur das Intervallfasten oder das mehrtägige Heilfasten ist (je länger desto besser), dann geben wir unserem Organismus die Möglichkeit, sich zu erholen und zu seinem natürlichen Zustand zurückzukehren.

„Wenn eine Krankheit durch Fasten nicht geheilt werden kann, kann sie wahrscheinlich überhaupt nicht geheilt werden.“ – Überlieferte Weisheit

Gleichzeitig reinigen wir dabei unseren gesamten Körper auf Zellebene von den Abfallprodukten des Stoffwechsels, den sogenannten „Schlacken“ aber auch den Schadstoffen und Umweltgiften von außen, wie Pestizide, Medikamentenreste, Schwermetalle in Luft und Kosmetik usw. 

Falls dich dieses Thema mehr interessiert, empfehle ich dir meinen Artikel „Schwermetalle – Die trojanischen Pferde, die uns krank machen & 3 Wege sie auszuleiten.“ zu lesen.

2. Etappe:

In der zweiten Etappe geht der Organismus über zur Ernährung auf Kosten der eigenen Ressourcen: Alle Gewebe unseres Körpers, die keine lebenswichtige Bedeutung haben, werden für ihn nun zur Nahrung. In dieser Etappe des Fastens kommen alle Fettablagerungen und überflüssigen Gewebe in Bewegung. 

Du wirst es nicht glauben, aber es sind z.B. Fälle bekannt, wo schon im Prozess des Fastens gutartige und auch bösartige Geschwülste verschwanden! Das ist kein Wunder, sondern liegt daran, dass bei Mangel an Nährstoffen der Prozess der Zellvermehrung fremder Zellen gebremst wird oder ganz eingestellt wird, weil sich der Mechanismus der Selbstregulierung des menschlichen Körpers einschaltet.

Entgiftung durch Fasten

Wenn wir fasten, dann entgiften wir auf Zellebene: Das bedeutet alte Schadstoffe, die in unseren Zellen sitzen werden weggeschafft. Alles wird bis auf das Grundgerüst hinausbefördert und anschließend werden die Zellen dann ordentlich neu aufgebaut. 

Es ist ähnlich wie mit einer Renovierung: Du entfernst alte Tapeten und Fliesen, um dein Zuhause dann neu einzurichten.

Ganz wichtig ist es, mindestens zwei Liter Wasser zu trinken, damit die freigewordenen Schadstoffe aus dem Körper ausgespült werden können!

Alles in allem verbessert Fasten:

  • die Fettverbrennung, 
  • die Verdauung, 
  • den Umgang mit Stress,
  • die Zellgesundheit,
  • die Konzentration,
  • die Energie,
  • das Immunsystem 
  • und den Alterungsprozess.

Und es reduziert:

  • den Heißhunger,
  • den Blutzucker,
  • den Blutdruck,
  • das Krebsrisiko,
  • den Cholesterinspiegel,
  • Entzündungen,
  • Giftstoffe im Körper,
  • und das Diabetesrisiko.

Nicht schlecht, oder?

Ja, der Körper ist so wahnsinnig klug! Wir wären alle gesund, wenn wir ihn nur bei der natürlichen Entgiftung nicht behindern bzw. mehr unterstützen würden!

Doch kommen wir nun zu den drei Varianten, des Fastens, die ich dir vorstellen möchte:

Intervallfasten

Intervallfasten

Das Intervallfasten ist mittlerweile recht bekannt und seine gesundheitlichen Vorteile haben sich rumgesprochen. Diese Form des Fastens oder auch Ernährungsform ist besonders bei denjenigen bekannt, die abnehmen möchten. Ihnen sind die vielen anderen gesundheitlichen Vorteile meist gar nicht bewusst.

Was ist Intervallfasten?

Man spricht hier auch von dem 16:8 Fasten, das bedeutet, man fastet innerhalb von 24 Stunden für 16 Stunden und kann in dem restlichen Zeitfenster von acht Stunden dann essen. Bei einer Fastenzeit von 16 Stunden würde man beispielsweise um 18 Uhr die Abendmahlzeit beenden und könnte um 10 Uhr am nächsten Vormittag die erste Mahlzeit einnehmen. Dieser Zeitrahmen (17-19 Uhr) ist auch der idealste zum Abendessen, denn wenn du z.B. um 22 Uhr das letzte mal isst, dafür um 14 Uhr am Folgetag das nächste mal isst, würde dein Schlaf aufgrund der sehr späten letzten Mahlzeit sehr leiden. 

Späte Abendmahlzeiten sind generell nicht ratsam, da am Abend die Verdauungsorgane nur noch auf Sparflamme arbeiten und unser Darm und auch der gesamte Körper in der Nacht den Entgiftungsmodus einschaltet. Hat der Darm hier aber noch eine Nachtschicht einzulegen, weil du so spät gegessen hast, kann er in dieser kostbaren Zeit nicht regenerieren und nicht entgiften!

Heilfasten

Nicht nur zu spätes letztes Essen, aber auch zu frühes ist nicht ideal, wie z.B. um 15 Uhr die letzte Mahlzeit des Tages und schon um 7 Uhr wieder frühstücken. Denn am Morgen ist der Körper noch mit der Entgiftung und Giftausleitung beschäftigt. Nach der ayurvedischen Lehre, hat hier jedes Organ seine bestimmte Zeit, in der es vom Organismus gereinigt wird. Isst du nun, dann unterbrichst du diese wichtigen Ausleitaktivitäten.

Wahrscheinlich denkst du jetzt „Aber ich brauche doch mein Frühstück, es ist die wichtigste Mahlzeit des Tages!“ Brauchst du es wirklich, oder ist es einfach nur die Gewohnheit um diese Uhrzeit zu essen? Und ist das Frühstück wirklich die wichtigste Mahlzeit des Tages, oder wurde dir das so anerzogen?

Und in Bezug auf die Gewichtsreduktion, falls es dich interessieren sollte:

Fastet man jeden Tag 12 bis 16 Stunden lang, dann wird im Organismus ein Mechanismus aktiviert, der Körperfett in Energie umwandelt.

24-Stunden Fasten

intervallfasten 16/8

Die Methode des Fastens ist nach dem Intervallfasten meine Nr. 2 auf der Beliebtheitskala.

Hier geht es darum, dass du 24 Stunden fastest, aber es ist viel harmloser als es klingt, denn du hörst hier nach dem Mittagessen auf zu essen und fastest bis zum nächsten Mittagessen. Diese Form des Fastens kann man gut und gerne einmal in der Woche machen. 

Wenn du also eh schon ein Fan des Intervallfastens bist, wirst du hier nur am Abend Hunger verspüren. Am besten du bereitest dich schon ein oder zwei Tage vorher darauf vor und isst etwas reduzierter, damit der Hunger am Abend nicht zu stark wird.

Trink dazu bitte bitte ganz viel Wasser und / oder Kräutertees!

Ach und es hilft sogar, jung zu bleiben! 

Na das ist doch ein Argument, oder?

Saftfasten

Saftfasten

Ich habe eine Bekannte, die jedes Jahr für zwei Wochen fastet und nur Wasser und Kräutertees zu sich nimmt. Sie sagt, dass sie in dieser Zeit immer sehr viel Energie hat und bis auf die ersten drei Tage, hat sie auch keinen Hunger. Dafür macht sie vorher eine komplette Darmentleerung. Wenn der Darm leer ist, ist der Hunger kaum zu spüren. Ich selbst habe diese intensivere Form des Fastens noch nicht ausprobiert.

Aber dafür kann ich dir das Saftfasten empfehlen. 

Hast du nun schon Intervallfasten und das 24 Stunden Fasten ausprobiert und fandest es gar nicht so schlimm, dann kannst du nun die Fastenzeit erweitern. Als Beispiel könntest du beim nächsten Fasten statt der 24 Stunden nun 48 Stunden machen und dies wochenweise oder monatsweise steigern.

Dabei trinkst du neben Wasser, Kräutertees auch selbstgemachte grüne Smoothies. Sie versorgen dich mit genug Mineralstoffen und Vitaminen. Es ist wichtig keine gekauften Smoothies zu trinken, denn sie haben zu viel industriellen Zucker. 

Ich habe meinen hochleistungs-Smoothie-Maker, er war zwar etwas teuer, hält dafür aber ewig und kann das hartnäckigste Gemüse problemlos verflüssigen.

Smoothie

Hier ein paar Grüne-Smoothie Ideen für dich:

Staudensellerie ist wie du unten siehst der Star 🙂 Denn er hat einen sehr hohen Elektrolyt-Gehalt und ist eines der heilkräftigsten Lebensmittel überhaupt. Ingwer ist ebenfalls ein wahres Wundermittel, vor allem für Verdauung und den Kreislauf. Wenn du krank bist, kannst du Knoblauch hinzufügen.

  1. Staudensellerie, Gurke, Apfel, Petersilie
  2. Staudensellerie, Gurke, Karotte, Spinat, Ingwer
  3. Staudensellerie, Gurke, Ingwer, Apfel
  4. Staudensellerie, Grünkohl, Apfel, Ingwer, Knoblauch (ähm ja..es tötet halt alle möglichen Parasiten!), Zitrone
  5. Staudensellerie, Gurke, Rote Beete, Spinat, Ingwer, Knoblauch
  6. Staudensellerie, Brunnenkresse, Karotte, Ingwer
  7. Staudensellerie, Karottengrün, Rote Beete, Ingwer
  8. Staudensellerie, Petersilie, Löwenzahn (klingt komisch, aber es enthält unfassbar viele Nährstoffe!), Karotte, Ingwer
  9. Staudensellerie, Gurke, Grünkohl, Apfel, Knoblauch
  10. Staudensellerie, Gurke, Knoblauch, Zitrone
  11. Staudensellerie, Rote Beete-Blätter, Heidelbeeren, Zitrone
  12. Staudensellerie, Gurke, Trauben, Zitrone
  13. Staudensellerie, Brunnenkresse, Zitrone
Viel Spaß dabei und lass es dir schmecken!
Smoothie

Ich hoffe, der Artikel hat dir gefallen und du kannst etwas für dich mitnehmen. 

Wenn ja, würde ich mich über dein Teilen mit deiner Community sehr freuen!

In Liebe,

Viktoria

Wer schreibt hier?

Viktoria TaubergerMaster in Wirtschaftswissenschaften, Jahrgang 1986. 

Gründerin der holistischen Online-Plattform Mantra of Balance, begeisterte Ernährungsberaterin, Achtsamkeitscoach und Holistic Health-Bloggerin für den Darm und die Seele.

Meine Herzensmission ist es, Menschen über gesunde Ernährung und Achtsamkeit zu einem gesünderen Lebensstil zu inspirieren, damit Körper, Geist und Seele im Einklang stehen.

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