bessere verdauung

Sechs Tipps für eine bessere Verdauung

Aktualisiert am 17.05.2021

Hallo.

Schön, dass du da bist.

Im dritten und letzten Teil meiner Darmreihe „Gesundheit beginnt im Darm“ stelle ich dir hier nun sechs Tipps vor, wie du durch Ernährung und Co. eine bessere Verdauung aufbauen kannst.

Falls du 

Teil 1 „Warum ein gestresster Darm nicht gerne verdaut und was du tun kannst“ und 

Teil 2 „Warum Darmbakterien die heimlichen Herrscher unserer Gesundheit sind“

noch nicht gelesen hast, dann kannst du dies gerne tun, da es dir eine gute Basis für das Thema Darmgesundheit bietet. 

„Alle Krankheiten beginnen im Darm“ – Hippokrates, griechischer Mediziner, 300 vor Christus

Das Zitat mag sehr provokativ, bzw. erschreckend sein. Doch es ist leider wahr.

Magen-Darm-Probleme sind in der Tat ein großes Thema. Etwa 70% aller Bundesbürger leiden darunter. 

Doch warum ist das so?

Noch vor ca. 50 Jahren gab es kaum Unverträglichkeiten wie Laktose-, Fruktose-, und Histaminintoleranz oder Glutenunverträglichkeit. 

Das liegt besonders daran, dass sich unsere Ernährung in den letzten Jahrzehnten sehr zum Negativen verändert hat. Unsere Urgroßmütter würden vieles, was heute auf unsere Teller kommt, gar nicht als Lebensmittel identifizieren können. 

Stress, Hektik und Zeitdruck bestimmen in unserer „zivilisierten“ Welt den Tagesablauf und so nehmen wir uns selten die Zeit, gesund zu kochen. Der Lieferservice, das Restaurant oder die Tiefkühlpizza vom Supermarkt ersparen uns nach der Arbeit halt doch viel Zeit, nicht wahr?

Hinzukommt, seien wir mal ehrlich, dass sich die Lebensmittelindustrie vieles ausgedacht hat, was unsere Nahrung schädlich macht: 

  • Zusatzstoffe, wie Konservierungs- und Farbstoffe, Geschmacks-, und Geruchsverstärker,
  • Zucker, Zucker überall Zucker und
  • Fastfood.

Neben den industriell hergestellten Lebensmitteln, reizen natürlich auch Faktoren, wie Stress, Alkohol und Antibiotika, langfristig unseren Darm und machen ihn krank

„When diet is wrong, medicine is of no use. When diet is correct, medicine is of no need.“ – Ayurvedisches Sprichwort

darmaufbau

Wie schon im 2. Teil erwähnt, ist ein regelmäßiger Darmaufbau, oder auch Darmpflege genannt, sehr wichtig für eine bessere Verdauung, um entweder wieder gesund zu werden oder präventiv etwas Gutes für seine langfristige Gesundheit zu tun.

 

Doch wie geht ein Darmaufbau?

In diesem Artikel gebe ich dir nun sechs Tipps, wie du deinen Darm simpel aufbauen kannst, um eine bessere Verdauung zu bekommen.

1. Probiotika

Für den Aufbau einer gesunden Darmflora und somit auch der Stärkung deiner guten Darmbakterien, helfen sogenannte „Probiotika“. Der Begriff ist eine Mischung aus dem Lateinischen und dem Altgriechischen: 

„Pro bios“ = „für das Leben“. 

Probiotika sind lebende Bakterien, die entweder in Form von Kapseln oder fermentierten Lebensmittel eingenommen werden können. Sie unterstützen unsere guten Darmbakterien im Kampf gegen die Schlechten, sodass diese verdrängt werden können. 

Wie machen sie das?

Indem sie unsere Darmzotten balsamieren und pflegen, sodass sie viel stabiler und größer werden und so weniger Schadstoffe durchlassen aber mehr Nahrung, Mineralstoffe und Vitamine aufnehmen können.

Kennst du den Begriff „Fermentiert„?

Fermentiert bedeutet nichts anderes als von den Bakterien bearbeitet oder verdaut. Fermentation ist die älteste und gesündeste Technik Lebensmittel länger haltbar zu machen und ein toller Tipp für eine bessere Verdauung!

Doch die Vielfalt der Bakterien in fermentierten Lebensmitteln ist aufgrund der Industrialisierung enorm zurückgegangen. Milch wird mittlerweile nach dem Melken kurz erhitzt, um potentielle Krankheitserreger abzutöten. Dabei sterben aber auch die guten Bakterien.

Ich persönlich bestelle bereits seit Jahren diese und empfehle sie wirklich von Herzen in meinen Ernährungsberatungen immer weiter, klick einfach drauf:

Die besten probiotischen Lebensmittel:

  • Bio-Naturjoghurt, am besten aus Soja, Kokos oder Cashew (da basischer als tierische Produkte).
  • Sauerkraut (Achtung der „normale“ aus dem Supermarkt wird erhitzt und Bakterien sterben dabei ab! Besser: Aus dem Reformhaus oder Bioladen).
  • Sauerteig (Sauerteigbrot).
  • Gewürzgurken (Achtung keine auf Essig-Basis).
  • Kombucha & Brottrunk.
  • Tempeh. 

Ich liebe frischen Sauerkraut vom Bioladen!! Und mache gerne daraus einen leckeren Salat oder gare sie ein wenig zu Nudeln.

probiotika

2. Präbiotika

Präbiotika („Pre bios“ = „vor dem Leben“) sind Ballaststoffe, die von den guten Bakterien gegessen werden. Das sind unverdauliche Faserstoffe pflanzlicher Lebensmittel, wie Spargelfasern oder Tomatenhaut. 

Sie gehören zu den komplexen Kohlenhydraten „Vielfachzucker“. 

Das Wort „Ballast“ ist hier irreführend, denn Ballaststoffe sind gar keine unnötigen Lasten, jedenfalls nicht für unsere Darmbakterien. Ballaststoffe können vom Dünndarm nicht aufgenommen werden und werden unverdaut weiter zum Dickdarm transportiert, wo sie den guten Bakterien als Nahrung dienen

Sie stärken also die guten Bakterien, sodass sie immer kräftiger werden und ihr Revier besser verteidigen können. Schlechte Bakterien können mit Präbiotika nichts anfangen, sie bevorzugen nämlich eher minderwertige Kohlenhydrate, wie Zucker. 

Wir müssten eigentlich täglich etwa 30 – 60 Gramm Ballaststoffe essen. Jedoch kommen die meisten Europäer nur auf etwa die Hälfte. Das ist zu wenig, um die guten Bakterien gesund und kräftig zu halten. So entsteht ein harter Konkurrenzkampf im Darm, bei dem die schlechten Bakterien meistens leider die Oberhand gewinnen. 

Das Ansteigen von typischen Zivilisationskrankheiten hängt oft direkt damit zusammen, dass wir einfach zu wenige Ballaststoffe essen. Wir lassen unsere guten Bakterien buchstäblich verhungern. Die Folgen sind schwerwiegende Darm und Stoffwechselerkrankungen, wie Verstopfung bis hin zu Darmkrebs. 

Vor 100 Jahren haben die Menschen noch die vierfache Menge an Ballaststoffen verzehrt. Klar, sie hatten auch nicht so viel Fastfood, Zucker und industriell hergestellte Nahrung.

ballaststoffe lebensmittel

Ballaststoffreiche Lebensmittel:

  • Lebensmittel aus Vollkorn, Roggen, Dinkel & Hafer (Brot, Reis und Nudeln),
  • Hülsenfrüchte (Erbsen, Bohnen, Linsen, Kichererbsen, Lupinen),
  • Kartoffeln mit Schale,
  • Kohlgemüse und Wurzelgemüse,
  • Nüsse,
  • Obst mit Schale.

Ballaststoffarme Lebensmittel:

Ballaststoffarm
  • Weißbrot wie z.B. Toastbrot,
  • Weizenmehl Typ 405,
  • Zuckerhaltige Lebensmittel und Getränke,
  • Polierter (weißer) Reis,
  • Geschälte Kartoffeln,
  • Eis, Pudding, Chips, Kuchen, Kekse, Tiefkühlkost, Fastfood.

Lebensmittel OHNE Ballaststoffe:

  • Fleisch,
  • Fisch,
  • Milchprodukte (Milch, Käse, Butter, Quark…),
  • Zucker.

Entgiftung

natürlich entgiftung

Wenn wir ein altes Haus renovieren, müssen wir erst einmal den alten Putz abschlagen und alte Fugen auskratzen, in denen sich vielleicht Schimmelpilz und Ähnliches festgesetzt haben. Höchste Zeit also für einen gründlichen Frühjahrsputz… ähh Herbstputz!

Um gesund zu werden, reicht es nicht aus, ein paar Vitaminpillen zu nehmen oder einen Apfel zu essen. Wir müssen erstmal unseren Körper „entrümpeln“ und Schadstoffe aus unseren Zellen hinausschaffen, die sich dort seit Jahren angesammelt haben. 

Unser Darm muss nämlich nicht nur unverdauliche Nahrungsreste ausscheiden, sondern täglich auch Millionen toter Zellen. Abgestorbenes Zellmaterial vergiftet den Körper, wenn es nicht schnell genug ausgeschieden wird. Wir scheiden jährlich ca. 45 Kilo an abgestorbenen Zellen über den Darm aus. Ohne den Verzehr von Ballaststoffen und regelmäßigen Entgiftungen sammelt unser Körper mehr Schlacken an, als er bewältigen kann. Gute Ernährung ist wichtig, doch der entscheidende Faktor ist auch, dass wir unseren Körper entschlacken und reinigen

intervallfasten

3. Natürliche Entgiftung mit Mineralerden

Silizium, Heilerde, Zeolith und Bentonit verhelfen uns zu einer besseren Verdauung. Das sind Mineralerden mit einer außergewöhnlich starken Bindefähigkeit für Schadstoffe und andere Stoffwechselendprodukte. Sie verfügen über mehrere Mechanismen, mit denen sie den menschlichen Körper von Giften befreien können. 

Ähnlich wie ein Schwamm binden sie Giftstoffe an sich: Säuren, Schwermetalle, Darmgase, Bakteriengifte und Schimmelpilzgifte, so dass sie auf diese Weise die Heilung der Darmschleimhaut ganz enorm fördern können. Du kannst sie easy als Kapseln einnehmen.

Hier liste ich dir meine persönliche Empfehlungen, die ich selbst bereits seit Jahren nutze, auf. Ich kann sie dir von ganzem Herzen empfehlen. 

Das sind alles Kapseln, klick einfach drauf:

4. Natürliche Entgiftung mit Algen

entgiften mit spirulina

Die Algen Chlorella und Spirulina sind ebenso hilfreich für eine Ausleitung von Schwermetallen, sie liefern auch noch Eisen, Chlorophyll und viele andere Pflanzenstoffe. Sie können auch als Kapseln eingenommen werden.

Folge Produkte benutze ich persönlich auch schon seit Jahren. Sie sind alle Bio, haben keine Zusätze und sind 100% vegan:

5. Natürliche Entgiftung mit Flohsamenschalen

Flohsamenschalen sind auch eine wundervolle Möglichkeit für die safte Reinigung des Darms. Sie quellen im Darm stark auf und lösen somit alte Ablagerungen von Darmwänden. Sie binden die Ablagerungen an sich und befördern sie mit der restlichen Ausscheidung aus dem Körper. 

entgiften mit flohsamenschalen

Flohsamenschalen sorgen nicht nur für eine schnelle, sondern auch für eine gründliche Ausscheidung von alten Ablagerungen im Darm, Schleimschichten und Stoffwechselendprodukten. Sie quellen im Verdauungssystem zu einem Vielfachen ihres ursprünglichen Volumens auf und arbeiten sich daraufhin, ähnlich wie eine Kehrmaschine, intensiv, aber trotzdem sehr sanft durch den Darm. 

Dabei ist es extrem wichtig folgendes zu beachten: Pro Teelöffel Flohsamenschalen sollte man min. 1/4 Liter oder mehr Wasser trinken, sonst kommt es zu einer Verstopfung. Keinesfalls Milch dazu trinken, da diese den Quellvorgang blockiert.

Das kann ich dir absolut empfehlen:

Bio Flohsamenschalen, diese sind Bio, haben auch keine Zusätze und sind 100% vegan.

6. Intervallfasten

Bevor ich zum Intervallfasten komme, möchte ich kurz das allgemeine Fasten erklären: 

Fasten bedeutet, dass wir nichts essen. Es verschafft unserer Verdauung eine Pause und Zeit zum Regenerieren. Wusstest du, dass unsere Verdauung ca. 70% all unserer Energie fordert? Wenn wir den ganzen Tag über am Naschen sind, muss unser Darm pausenlos ackern! Wenn wir aber mal nichts essen, kann die Darmschleimhaut heilen und das Immunsystem mehr Power durch die freigewordene Energie bekommen. Der Körper kann in dieser Zeit auch Zellen und Gewebe von allen giftigen Schlacken reinigen. 

Der „Müll“ wird weggeschafft und so können neue Zellen gebildet werden. Ganz wichtig ist es, mindesten zwei Liter Wasser zu trinken, damit die freigewordenen Schadstoffe aus dem Körper ausgespült werden können. Während einer Fastenkur sterben Krankheitserreger, Parasiten und sogar Geschwülste. Sie verhungern, da sie keine Nahrung mehr bekommen. 

intervallfasten 16/8

Ich möchte dir hier nun aber die eher harmlose, bzw. alltagstaugliche Form des Fastens vorstellen: 

Das Intervallfasten.

Das Intervallfasten ist eine super Möglichkeit, täglich zu fasten. Es gibt die 16/8 Methode: Das bedeutet, innerhalb der 24h isst du 16h lang nichts (Beispiel von 18 Uhr bis 10 Uhr des Folgetages) und in einem Zeitfenster von 8h kannst du dann essen (10 Uhr bis 18 Uhr).

Du kennst es sicher: Nach dem Frühstück ein Snack, dann Mittagessen. Nach zwei Stunden wieder ein Snack oder Kuchen und kurze Zeit später gibt’s schon wieder Abendessen. Kurz vor dem Schlafen vielleicht sogar nochmal ein Snack? 

Die meisten Menschen sind ständig am Naschen, ob es nun ein Schokoriegel oder Früchte sind, in dem Fall ist es egal. Der Darm bekommt einfach keine Zeit zum Durchatmen. 

Wenn wir ihm aber mindestens 10h Pause gönnen, kann er sich erholen. Der Organismus kann die nun freie Energie für Heilungen im Körper nutzen und es hilft auch enorm beim Abnehmen! 

Wenn dich das Thema Darmgesundheit interessiert, dann sei live dabei bei meinem kommenden Online Seminar „Der glückliche Darm“. In etwa einer Stunde verrate ich dir die drei Wege, wie du langfristig und auf natürlichem Wege eine gesunde Darmbalance aufbaust und das beste: Das Seminar kostet dich 0€!

Wenn du aber einen Schritt weitergehen möchtest und deine Gesundheit präventiv aufbauen möchtest, dann lade ich dich ganz herzlich zu meinem kommenden 5-Wochen Gruppen Online-Kurs „Dein Darm in Balance“ ein. Der Kurs ist ein Fahrplan von A bis Z, der dir zeigt, wie du deinen Darm auf einem natürlichen Weg langfristig heilen & nebenbei auch noch deine Gesundheit auf ein besseres Level bringen kannst!

Ich hoffe, die sechs Tipps für eine bessere Verdauung konnten dich inspirieren und du probierst den einen oder anderen Tipp aus 🙂

In Liebe,

Viktoria

Wer schreibt hier?

Viktoria Tauberger, Jahrgang 1986, Master in Wirtschaftswissenschaften & Holistic Health Coach. Gründerin vom Herzensbusiness „Mantra of Balance“, begeisterte Expertin für die Darmgesundheit und Seelenbalance.

Meine Herzensmission ist es, Menschen dabei zu unterstützen, die Balance sowohl im Körper als auch der Seele, auf eine natürliche und präventive Weise wieder herzustellen.

Diese Artikel könnten dir auch gefallen:

Hol dir dein Geschenk - Mein Mini E-Book

Saure und basische Lebensmittel

In diesem achtseitigen E-Book lernst du alle basischen Lebensmittel kennen und auch die guten und schlechten säurebildenden Lebensmittel!

Denn es ist Zeit für einen gesunden und nachhaltigen Lebensstil rund um die richtige Ernährung 

– Für dich, deine Familie und deine Zukunft. 

Bist du bereit? 

Eine Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.