Hallo.
Schön, dass du hier bist.
In diesem Artikel möchte ich etwas mehr in das Thema Darm einsteigen, da es im Bereich Körper und ErnÀhrung mein Lieblingsthema ist.
Warum, fragst du? Ich kann dich verstehen.
Das Thema ist nicht sexy, aber soo wichtig!
Im Jahr 2013 fing ich an, intensiver ĂŒber den Darm zu recherchieren, weil ich unter Darmproblemen litt. Die Faszination und der Respekt fĂŒr dieses wundervolle und unterschĂ€tzte Organ entwickelte sich sofort.
Ich verschlang viele BĂŒcher und besuchte Darmkongresse mit Experten.
Das war etwa fĂŒnf Jahre bevor ich mit meiner Ausbildung zur ganzheitlichen ErnĂ€hrungsberaterin angefangen habe.
Als ErnĂ€hrungsberaterin ist mir die Darmgesundheit mittlerweile ein Herzensanliegen geworden und daher möchte ich möglichst viele Menschen dafĂŒr sensibilisieren.
Gesundheit beginnt im Darm. Denn der Darm ist das Zentrum unserer Gesundheit!
Ich möchte dich mit diesem Artikel fĂŒr dieses Thema inspirieren und begeistern.
Den Artikel kannst du ĂŒbrigens auch als Audio Version hier anhören:
Der Darm - Die Wurzel der Gesundheit
Ja tatsÀchlich, so ist es!
Lange Zeit wurde der Darm jedoch unterschÀtzt und nur als ein einfaches Verdauungsrohr, quasi vom Mund bis zum hinteren Ausgang, angesehen. Doch schon Hippokrates hatte es richtig erkannt:
âEin kranker Darm ist die Wurzel allen Ăbels, weil dieses Zentrum den gesamten Körper bis in die kleinste Zelle versorgt" â Hippokrates
Das Bauchhirn
Der Darm ist eines der wichtigsten Organe.
Wenn wir ein Baum wÀren, dann wÀre unser Darm die Wurzel. Bekommt die Wurzel nicht genug NÀhrstoffe oder wÀchst in einer schlechten Umgebung, so wird sie krank. Der ganze Baum auch.
So ist es auch mit uns.
Mehr noch: Wenn unser Darm krank ist, kann er kaum NĂ€hrstoffe aufnehmen!
Dann helfen auch keine VitaminprÀparate mehr.
Die Darmforschung steckt eigentlich noch in den Kinderschuhen. Man begann erst vor ca. zehn Jahren intensive Studien zur Darmflora und ihren Auswirkungen auf den ganzen Körper, plus Seele und Geist, durchzufĂŒhren.
Inzwischen wird immer deutlicher: Der Darm ist ein echtes Super-Organ! Denn er ist nicht nur dafĂŒr zustĂ€ndig unsere Nahrung aufzuspalten und aufzunehmen, nein!
Etwa 80% des Immunsystems befindet sich im Darm UND er hat auch noch einen groĂen Einfluss auf unsere GefĂŒhlswelt!
What?!
Das Nerven-Netzwerk des Darms wird âkleines Gehirnâ oder auch âBauchhirnâ genannt, weil es Ă€hnlich groĂ und chemisch komplex ist, wie das Kopfhirn. WĂ€re der Darm nur dafĂŒr zustĂ€ndig, Nahrung zu transportieren, wĂ€re es eine ziemliche Energieverschwendung von der Natur, solch ein hochkomplexes Nervensystem zu kreieren.
Die Natur verschwendet nichts, sie ist klug.
Der Darm redet mit
Bauch- und Kopfhirn interagieren stark miteinander. Wir haben Steuerungsimpulse vom Gehirn zum Darm und umgekehrt.
Relativ neu ist die Erkenntnis, dass der Darm alles andere als nur ein âBefehlsempfĂ€ngerâ ist. Die Signale vom Bauchhirn zum Kopfhirn sind zehnmal intensiver als vom Hirn zum Darm.
Der Bauch redet mit und das hat mittlerweile seine biologische und neurophysiologische BestÀtigung!
Ob es uns gut geht, entscheidet sich im Bauchhirn und nicht im Kopfhirn!
Die Redewendungen:
âIch habe Schissâ
âIch habe die Hosen vollâ
âIch komm nicht zu Potteâ
âIch habe Schmetterlinge im Bauchâ
sind keine sinnlosen Floskeln.
EnttĂ€uschungen âschluckenâ wir runter, ein böser Kommentar lĂ€sst uns âsauer aufstoĂenâ, oder eine schlechte Nachricht mĂŒssen wir âverdauenâ.
Die Signale vom Bauchhirn zum Kopfhirn
Wie funktioniert denn nun diese Kommunikation zwischen Darm und Gehirn?
Der sogenannte Nerv âNervus Vagusâ ist die direkte und schnellste Verbindung zwischen Darm und Gehirn. Er verlĂ€uft entlang des Zwerchfells, der Lunge, des Herzens, hoch durch den Hals an der Speiseröhre entlang bis zum Hirn.
In einem Experiment konnte man beobachten, dass das Stimulieren dieses Nervs mit bestimmten Frequenzen, bei Testpersonen ein angenehmes oder Ă€ngstliches GefĂŒhl hervorbrachte.
Dieser Nerv hilft dem Gehirn, Informationen ĂŒber den Körper zu erhalten. Das Gehirn ist ja schlieĂlich ziemlich weit weg âvom Schussâ, der Darm jedoch mitten im GetĂŒmmel.
All diese Informationen werden vom Darm nicht nur mithilfe des grandiosen Nervensystems gesammelt, sondern auch Dank der enormen FlÀche.
Denn wĂŒrde man den Darm vollstĂ€ndig "flachlegen", so wĂŒrde man auf eine OberflĂ€che von ca. 200 mÂČ kommen. Das wĂ€re eine FlĂ€che etwa so groĂ wie ein Tennisplatz.
Das macht den Darm zum gröĂten Organ und auch dem gröĂten sensorischen Organ.
Unsere Haut, Augen, Ohren und Nase können da nicht mithalten.
Der Reizdarm â Ein gereizter Nerv
Kleine und unkritische Signale werden vom gesunden Darm nicht ĂŒber den Vagus Nerv zum Gehirn gesendet, sondern im eigenen Hirn â dem Bauchhirn - verarbeitet. DafĂŒr ist es schlieĂlich auch da.
Sind die Verdauungssignale von gröĂerer Wichtigkeit, so kann der Darm das Gehirn dann mit einbeziehen.
Menschen mit einem gereizten Darm, haben jedoch eine gereizte Verbindung zwischen Darm und Gehirn, die fĂŒr die Personen sehr belastend sein kann.
In einem Versuch hat man einen Ballon im Darm von Testpersonen aufgeblasen und wÀhrenddessen die HirnaktivitÀten beobachtet. Menschen mit einem gesunden Darm, hatten unauffÀllige HirnaktivitÀten.
Bei Reizdarm-Beklagten hat man aber aktivierte Hirnareale beobachtet, die fĂŒr die Verarbeitung unangenehmer GefĂŒhle verantwortlich sind. Die Probanden fĂŒhlten sich daraufhin unwohl.
Das Reizdarm-Syndrom fĂŒhrt oft zu unangenehmen GefĂŒhlen, wie Gluckern oder DrĂŒcken im Bauch, was wiederum zu Verstopfung oder Durchfall fĂŒhren kann.
Mittlerweile gilt es in der Wissenschaft als anerkannt, dass Menschen mit bestimmten Verdauungsproblemen hĂ€ufig Nervenstörungen im Darm haben. Sie leiden ĂŒberdurchschnittlich hĂ€ufig auch unter AngstzustĂ€nden oder Depressionen.
Ein gestresster Darm
Stress ist wahrscheinlich eins der Top âEskalationsthemenâ zwischen Darm und Hirn.
Weiter oben habe ich dir ja erzÀhlt, dass das Gehirn und der Darm stÀndig kommunizieren. Der Darm schickt z.B. wichtige Verdauungssignale an das Gehirn.
Und das Gehirn?
Wenn wir Stress, Zeitdruck, Ărger oder Angst haben, reagiert unser Gehirn nicht viel entwickelter als noch in der Steinzeit. Es stellt Stress mit Lebensgefahr gleich und denkt, wir mĂŒssen vor einem SĂ€belzahntiger wegrennen.
Kennst du die Situation, dass du morgens vor einer wichtigen Besprechung auf der Arbeit oder einer PrĂ€sentation vor vielen Menschen mit Magenschmerzen, Ăbelkeit oder Erbrechen reagierst?
Unser Darm braucht etwa 70% unserer gesamten Energie fĂŒr die Verdauung.
Wenn wir uns nun in solch einer stressigen, fĂŒr das Gehirn âlebensbedrohlichenâ, Situation befinden, will das Gehirn das Problem möglichst schnell lösen, um "vor dem SĂ€belzahntiger wegzurennen".
Probleme lösen, erfordert Energie. Diese Energie holt sich das Gehirn vom Darm. Das Gehirn gibt dem Darm das Signal:
âHey, wir sind in einer Notsituation!
Leih mir deine Energie!â
Der Darm fÀhrt daraufhin seine Verdauung herunter oder reagiert mit einer Entleerung
â also Erbrechen oder Durchfall.
Dieses ausgeklĂŒgelte und kameradschaftliche System ist aber nicht fĂŒr einen Dauerzustand vorgesehen. Echte Stressphasen dauern ja in unserer Zeit lĂ€nger.
Wenn der Darm zu oft âEnergie leihenâ muss, wird es ungesund.
Die DarmwĂ€nde werden wegen fehlender Durchblutung und einer dĂŒnnen Darmschleimhaut auf Dauer geschwĂ€cht. Die Immunzellen reagieren ĂŒber und schĂŒtten zu viele Signalstoffe aus, die das Bauchhirn sensibilisieren.
Stressfreie Zone beim Essen
Das vegetative (unwillkĂŒrliche) Nervensystem besteht aus dem:
- Sympathikus: Ist aktiv, wenn wir uns konzentrieren mĂŒssen, wie z.B. in stressigen Situationen.
- Parasympathikus: Ist in regenerativen und entspannten Situation aktiv, wie z.B. beim Essen.
Die Erkenntnisse ĂŒber den Einfluss von Stress auf den Darm sollte man unbedingt im Alltag nutzen.
Es ist sehr ratsam in einer harmonischen, ruhigen und entspannten AtmosphĂ€re zu essen. Das gilt fĂŒr gestresste Erwachsene, aber auch fĂŒr Kinder.
Kein Stress und kein Schimpfen, wie z.B. âDu bleibst solange hier sitzen, bis du aufgegessen hast.â
Besonders fĂŒr Kinder ist eine stressfreie Zone beim Essen wichtig, da sich ihr Darmhirn parallel zum Kopfhirn entwickelt.
Jede Art von Stress aktiviert Nerven, die unsere Verdauung behindern und den Darm quasi auf Stress programmieren.
Was kann ich nun tun?
Sorge dafĂŒr, dass du achtsam und in Ruhe isst.
Wenn dein Arbeitgeber eine Kantine hat, dann nimm dir die Zeit und gehe auch mal alleine in die Kantine. GenieĂe jeden Bissen bewusst.
Verbinde dich mit deinem Körper und höre darauf, was er dir fĂŒr Botschaften schickt.
Isst du an deinem Arbeitsplatz? Dann versuche dir einen Platz zu suchen, wo du weg von der ArbeitsatmosphÀre, in Ruhe essen kannst.
Sprich beim Essen, wenn es geht, nicht ĂŒber unangenehme Themen. Sonst versucht dein Darm den Stress âzu verdauenâ.
Ich hoffe, der Artikel hat dich inspiriert und ich konnte bei dir das Interesse fĂŒr deinen eigenen Darm und deinen Körper wecken.
Es wĂ€re das gröĂte Geschenk fĂŒr mich, wenn du ab heute bewusster mit deinem Darm umgehst und das BedĂŒrfnis nach einer darmgesunden ErnĂ€hrung aufbaust.
Er wird es dir danken!
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In Liebe,
Viktoria
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Hallo, ich heiĂe Viktoria
Hallo, ich heiĂe Viktoria
Zertifizierte ganzheitliche Gesundheitsberaterin mit Fokus auf Darmgesundheit, Nervensystemregulation und emotionale Heilung.
Ich unterstĂŒtze Frauen dabei, alte Muster zu erkennen, die Wurzeln ihrer Erschöpfung zu verstehen und wieder in echte Balance zu kommen â körperlich und seelisch.
In meinen Artikeln und meinen Kursen teile ich Wissen, das Wissenschaft und Seele verbindet â fĂŒr Frauen, die spĂŒren: Heilung beginnt im Inneren.
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