Hallo.
Schön, dass du wieder da bist.
Im 1. Teil des Artikels âMein Mantra of Balance - 13 Tipps, wie du mit ErnĂ€hrung und Achtsamkeit mehr Balance im Alltag findestâ ging es darum, wie die ErnĂ€hrung unser allgemeines Wohlbefinden und auch die Balance im Alltag beeinflussen kann.
Mit diesem 2. Teil möchte ich dir nun, wie versprochen, das Thema Achtsamkeit nahebringen und wie sie uns im tĂ€glichen Leben zu mehr Balance fĂŒhren kann.
Du kannst den Artikel ĂŒbrigens auch als Audio Version hier anhören:
Das Konzept der Achtsamkeit, oder auch âMindfulnessâ genannt, ist ursprĂŒnglich im Buddhismus entstanden. Es wird als ein Weg zu mehr Zufriedenheit und Balance gesehen, wodurch Stress und negative Gedanken durch bewusstes Achtsamkeitstraining bewĂ€ltigt werden sollen. Das Achtsamkeitstraining ist auch ein Teil der Persönlichkeitsentwicklung und hilft, sich selbst besser zu verstehen. Dabei geht es auch darum, ein gröĂeres Bewusstsein zu schaffen fĂŒr sich, seine Umwelt und dies aus einer anderen, wertfreien Perspektive zu betrachten.
Achtsamkeit ist nÀmlich so wichtig, wie noch nie zuvor.
In unserem hektischen Leben neigen wir sehr schnell dazu uns, im Strudel der Aufgaben, Verantwortungen, Terminen und Freizeitstress, selbst zu verlieren. Wir spĂŒren keine Anbindung mehr zu uns selbst, zu unseren TrĂ€umen und zu unserem ganz persönlichen Sinn.
Kleine, tĂ€gliche Rituale sind dabei sehr hilfreich, um sich zu zentrieren und bei sich zu bleiben. Sie sind wie kleine Ankerpunkte, die uns wieder zu unserer Kraft zurĂŒckbringen und uns so vor Stress schĂŒtzen können.
Ich habe in den letzten Jahren meine ganz persönlichen Achtsamkeits-Rituale entdeckt und möchte mit dir diese acht Schritte der Achtsamkeit teilen.
1. StÀrkende Morgenroutine
Ich finde, dass die ersten Stunden am Tag immer etwas Magisches an sich haben, findest du auch? Ganz besonders, wenn man es schafft, vor Sonnenaufgang aufzustehen.
Diese Stille.
Diese Frische.
Anstatt morgens bis zur letztmöglichen Minute im Bett zu liegen, kannst du etwas frĂŒher aufstehen und dir bewusst Zeit fĂŒr dich nehmen. So lĂ€dst du dich schon am frĂŒhen Morgen mit Energie und positiven, stĂ€rkenden Gedanken auf. Das hilft dir, eine gesunde Distanz zum Stress und der Hektik am Tag aufzubauen und dich abzuschirmen.
âTake excellent care of the front end of your day, and the rest of your day will pretty much take care of itself. Own your morning. Elevate your life.â - Robin Sharma aus âThe 5 AM Clubâ
Meine Empfehlung:
Falls dich das Thema Morgenroutine interessiert, kann ich dir das Buch âThe 5 AM Club" von Robin Sharma wĂ€rmstens empfehlen. Es inspiriert dich auf vielen unterschiedlichen Ebenen, eine bessere Version von dir selbst zu werden.
2. Dankbarkeit
- Tue deiner Verdauung etwas Gutes und trinke gleich ein Glas Wasser mit Zitrone.
- Meditiere fĂŒr 10 Min.
- Mache Yoga oder eine andere Sportart.
- Schreibe in einem Journal, wie du dich fĂŒhlst.
- Höre einen inspirierenden Podcast oder ein gutes Hörbuch.
Dankbarkeit ist so ein machtvolles Tool, um deine Gedanken, GlaubessÀtze und dein ganzes Leben zum Positiven zu verÀndern.
Ich praktiziere es jeden Tag, egal wo ich bin.
1. Worauf freue ich mich heute ganz besonders?
Wenn du morgens noch im Bett liegst, frage dich, worauf du dich heute am meisten freust.
2. WofĂŒr bin ich heute dankbar?
Wenn du dann abends im Bett liegst, zĂ€hle fĂŒnf Dinge auf, fĂŒr die du heute dankbar warst.
Diese zwei Fragen helfen dir, dein Unterbewusstsein auf das Positive zu lenken. Du trainierst so dein Gehirn, das Positive in Allem zu erkennen. Das Glas ist nicht mehr halb leer, sondern halb voll. Das hört sich vielleicht etwas abgedroschen an, ist es aber ganz und gar nicht, wenn man es wirklich verstanden hat.
Mein Lebensmotto ist: Negative Erfahrungen sind Erfahrungen und daher sind sie gut.
Alles und Jeder, der dir begegnet, hilft dir, etwas an dir zu erkennen.
Also: Sei dankbar und versuche diesen Mindshift in deinen Alltag zu integrieren.
3. Meditieren
Ich weiĂ, meditieren kann schon mal sehr anspruchsvoll erscheinen, wenn man damit noch kaum Erfahrungen gemacht hat. Doch das ist es nicht.
Meditieren ist das bewusste Innehalten und die Verbindung mit deiner Essenz. Du musst dabei nicht mal deine Augen geschlossen haben:
Du kannst zum Beispiel im Auto, in der U-Bahn, beim Einkaufen oder wo auch immer, kurz meditieren.
Das bedeutet: SpĂŒre kurz in dich hinein.
Wie fĂŒhlst du dich gerade? Atme bewusst tief ein und aus.
Meine Beziehung zum Meditieren ist mit den Jahren gewachsen. Sie begann in Thailand in einem Tempel, wÀhrend einer 5-tÀgigen Vipassana Meditation mit Mönchen. Das ist eine Form der Meditation, in der du komplett bei dir bist.
Man soll dabei:
- Um 5 Uhr morgens aufstehen,
- nicht reden,
- sich nicht mit technischen GerÀten, wie Smartphones ablenken,
- und um 12 Uhr mittags die letzte Mahlzeit einnehmen.
Das klingt hart. Das war es auch.
Denn es ist eine Art âinnerer Detoxâ, der dir verdrĂ€ngte Emotionen oder auch Verhaltensweisen aus der Vergangenheit aufzeigen kann, die vielleicht nicht so positiv waren.
Alles in Allem: Es hilft dir ENORM dein Leben zu reflektieren.
Ich will dir damit jetzt nicht raten, ebenfalls eine Vipassana Meditation zu machen. Das musst du selbst entscheiden.
Du kannst klein anfangen.
- Setze dich morgens, wÀhrend deiner Morgenroutine, oder ganz gleich wann, bequem hin.
- SchlieĂe deine Augen.
- Atme dreimal tief ein und wieder aus.
- Konzentriere dich auf deinen Atem. Beobachte, wie die Luft durch die Nase und die Luftröhre, deine Lunge mit Sauerstoff fĂŒllt.
- Stelle dir dabei vor, wie die Lunge nun den frischen Sauerstoff in all deine Zellen bringt und sie so mit Leben und Kraft fĂŒllt.
- Verfolge ebenso auch dein Ausatmen aus deinem Körper. Du kannst dir vorstellen, wie alles Negative dabei deinen Körper verlÀsst.
Meditieren hilft dabei, uns vor negativen EinflĂŒssen und Stress abzuschirmen, die uns am Tag begegnen werden. Wir schaffen und behalten so die Ruhe und Kraft in uns.
Die meisten erfolgreichen Menschen wissen das und haben Meditieren fest in ihren Morgen verankert.
Steve Jobs gehörte auch dazu.
4. Ziele aufschreiben
Bist du unzufrieden mit einem Aspekt in deinem Leben?
Ein weiteres, sehr hilfreiches Tool ist es, Ziele aufzuschreiben.
- Was möchtest du verÀndern?
- Wie sollte dein Wunschpartner sein?
- Wie sollte dein Traumjob aussehen?
- Wo möchtest du wohnen?
Nehme ein oder zwei Blatt Papier und schreibe dir alles ganz genau auf.
Was ist deine Wunschvorstellung von deinem Leben?
Scheibe möglichst detailliert. Traue dich dabei auch âverrĂŒckteâ TrĂ€ume aufzuschreiben. TrĂ€ume, die dein Umfeld oder dein Unterbewusstsein als unrealistisch abstempeln wĂŒrden. Limitiere dich nicht!
âZiele auf den Mond. Selbst wenn du ihn verfehlst, landest du zwischen den Sternen.â â Friedrich Nietzsche
Hast du schon mal was von einem Visionboard gehört? Das ist eine weitere Möglichkeit deine Ziele und WĂŒnsche âzu Blatt Papier zu bringenâ. Suche dir, passend zu deinen WĂŒnschen, verschiedene Bilder (zum Beispiel bei Google) und erstelle dir ein Visionboard. Dieses kannst du ausdrucken und es irgendwo in der Wohnung hinhĂ€ngen, sodass du es jeden Tag siehst und dein Unterbewusstsein damit fĂŒtterst.
Ich habe mein Visionboard papierfrei als Desktopbild auf meinen Laptop.
5. Manifestieren
Das Manifestieren gehört im Prinzip auch zum Visionboard und âZiele-Verwirklichenâ. Ich trenne es hier aber auf, da es fĂŒr mich eher darum geht, dir deine Ziele oder ein ganz bestimmtes Ziel in einer Meditation bildlich vorzustellen.
Beispiel: Du hast den Traum in einem schönen, groĂen Haus mit Garten zu wohnen.
So gehst du in etwa vor:
- SchlieĂe deine Augen
- Bringe dich in einen meditativen Zustand (siehe oben bei âMeditierenâ)
- Stelle dir dann dein Traumhaus von auĂen vor
- Stelle dir vor, wie du reingehst und den Boden, die TĂŒrklinken und alles drumherum spĂŒrst
- Visualisiere es ganz genau
Und das Allerwichtigste:
FĂŒhle, als ob du es schon hast! Wie fĂŒhlst du dich?
Dein Unterbewusstsein kennt keinen Unterschied. Und wird so nach Mitteln und Wegen suchen, es zu deiner RealitÀt werden zu lassen.
Wir ziehen an, was wir sind.
6. Affirmationen
Affirmationen sind kurze, positiv formulierte GlaubenssĂ€tze, die ein Ziel beinhalten. Es sind Möglichkeiten, dein Unterbewusstsein zu stĂ€rken und dich von negativen Denkmustern, wie zum Beispiel âich bin nicht gut genugâ zu trennen.
Du kannst dir Affirmationen beim Autofahren anhören oder auch wÀhrend du schlÀfst.
Wenn wir schlafen, hört unser Unterbewusstsein zu und ist viel empfĂ€nglicher fĂŒr Informationen. Du kannst sogar deinen Lernstoff fĂŒr eine PrĂŒfung aufnehmen und es nachts, ganz leise, als Audiodatei laufen lassen. Es hilft deinem Gehirn, das Gelernte besser zu verankern.
Hier ist ein Auszug meiner persönlichen Affirmationen, die ich wÀhrend meiner Morgenroutine laut vorlese:
- Ich liebe mein Leben und genieĂe es jeden Tag.
- Meine Gedanken sind positiv und friedvoll.
- Ich spĂŒre einen tiefen, inneren Frieden, der meinen Körper erfĂŒllt.
- In jedem Moment meines Lebens, sehe ich das GlĂŒck.
- Ich bin und fĂŒhl mich gesund.
- Ich öffne meinen Geist fĂŒr alles Positive und Heilende in meinem Leben.
Was passiert dabei?
Stell dir vor, du bist in einem Wald. Du siehst zwei Wege: Der eine Wege geht durch das GebĂŒsch und der andere ist eine saubere asphaltierte StraĂe. Was machst du? NatĂŒrlich gehst du diesen Weg entlang, denn er ist sicher und mehrfach benutzt.
Dein Gehirn arbeitet Àhnlich. Um aber neue Verhaltensweisen und Denkmuster zu lernen, muss dein Gehirn einen neuen Weg bilden.
âDie Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten." â Albert Einstein
Das Gehirn bildet dabei neue Nervenverbindungen und braucht etwa 21 Tage, um neue Verhaltensweisen zu verinnerlichen.
Du kannst deine eigenen Affirmationen schreiben, oder du hörst dir Youtube-Affirmationen an.
7. Bewusste Verbindung mit dem Körper
Dein Körper ist der Tempel deiner Seele. Er tut tÀglich so enorm viel, um dich am Leben zu erhalten. Verbinde dich ab und an kurz mit ihm bewusst.
- Wie geht es mir?
- Wie fĂŒhlt sich mein Körper heute an?
- Wie reagiert mein Körper auf mein heutiges Essen?
Wenn du anfĂ€ngst, dich bewusst mit deinem Körper zu verbinden, wird dein Bewusstsein allmĂ€hlich fĂŒr ihn wachsen. Auch wenn es fĂŒr dich verrĂŒckt klingt, nehme ihn als ein eigenes Wesen wahr, welches dich liebt und alles tut, damit du leben kannst.
Umarme ihn und sende ihm Dankbarkeit.
Das hat bei mir wahre Wunder bewirkt.
8. Reflektieren
Wie lÀuft mein Leben gerade?
Bin ich da, wo ich immer sein wollte?
Wenn die Arbeitswoche hart war, lenke dich nicht mit Unterhaltung oder Junk Food ab. Kreiere den Raum in dir selbst, der dir wieder Kraft gibt.
Gehe raus in die Natur, mache einen Spaziergang und denke nach. Verarbeite. Lass dich von der Natur beruhigen und inspirieren.
Schreibe in einem Tagebuch: Was waren die Highlights der Woche oder welche Gedanken / Emotionen sind dir bewusst geworden, die dich runtergezogen haben.
Lies ein inspirierendes Buch.
Tue, was deine Seele erfreut. Was hast du als Kind geliebt?
Ich hoffe, dich konnten meine persönlichen acht Schritte der Achtsamkeit fĂŒr mehr Balance im Alltag inspirieren.
In Liebe,
Viktoria
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