balance im alltag 2

Mehr Balance durch Achtsamkeit

Vom 18.10.2020

Hallo.

Schön, dass du wieder da bist.

Im 1. Teil des Artikels „Mein Mantra of Balance – 13 Tipps, wie du mit Ernährung und Achtsamkeit mehr Balance im Alltag findest“ ging es darum, wie die Ernährung unser allgemeines Wohlbefinden und auch die Balance im Alltag beeinflussen kann.

Mit diesem 2. Teil möchte ich dir nun, wie versprochen, das Thema Achtsamkeit nahebringen und wie sie uns im täglichen Leben zu mehr Balance führen kann. 

Das Konzept der Achtsamkeit, oder auch „Mindfulness“ genannt,  ist ursprünglich im Buddhismus entstanden. Es wird als ein Weg zu mehr Zufriedenheit und Balance gesehen, wodurch Stress und negative Gedanken durch bewusstes Achtsamkeitstraining bewältigt werden sollen. Das Achtsamkeitstraining ist auch ein Teil der Persönlichkeitsentwicklung und hilft, sich selbst besser zu verstehen. Dabei geht es auch darum, ein größeres Bewusstsein zu schaffen für sich,  seine Umwelt und dies aus einer anderen, wertfreien Perspektive zu betrachten.

Achtsamkeit ist nämlich so wichtig, wie noch nie zuvor. 

In unserem hektischen Leben neigen wir sehr schnell dazu uns, im Strudel der Aufgaben, Verantwortungen, Terminen und Freizeitstress, selbst zu verlieren. Wir spüren keine Anbindung mehr zu uns selbst, zu unseren Träumen und zu unserem ganz persönlichen Sinn.

Kleine, tägliche Rituale sind dabei sehr hilfreich, um sich zu zentrieren und bei sich zu bleiben. Sie sind wie kleine Ankerpunkte, die uns wieder zu unserer Kraft zurückbringen und uns so vor Stress schützen können.

Ich habe in den letzten Jahren meine ganz persönlichen Achtsamkeits-Rituale entdeckt und möchte mit dir diese acht Schritte der Achtsamkeit teilen.

Gesunde Morgenroutine

Ich finde, dass die ersten Stunden am Tag immer etwas Magisches an sich haben, findest du auch? Ganz besonders, wenn man es schafft, vor Sonnenaufgang aufzustehen. 

Diese Stille. 

Diese Frische.

Anstatt morgens bis zur letztmöglichen Minute im Bett zu liegen, kannst du etwas früher aufstehen und dir bewusst Zeit für dich nehmen. So lädst du dich schon am frühen Morgen mit Energie und positiven, stärkenden Gedanken auf. Das hilft dir, eine gesunde Distanz zum Stress und der Hektik am Tag aufzubauen und dich abzuschirmen.

„Take excellent care of the front end of your day, and the rest of your day will pretty much take care of itself. Own your morning. Elevate your life.“ 

– Robin Sharma aus „The 5 AM Club“

Meine Empfehlung:

  • Tue deiner Verdauung etwas Gutes und trinke gleich ein Glas Wasser mit Zitrone.
  • Meditiere für 10 Min.
  • Mache Yoga oder eine andere Sportart.
  • Schreibe in einem Journal, wie du dich fühlst.
  • Höre einen inspirierenden Podcast oder ein gutes Hörbuch.

Falls dich das Thema Morgenroutine interessiert, kann ich dir das Buch „The 5 AM“ Club von Robin Sharma wärmstens empfehlen. Es inspiriert dich auf vielen unterschiedlichen Ebenen, eine bessere Version von dir selbst zu werden. 

2. Dankbarkeit

Dankbarkeit im Altag

Dankbarkeit ist so ein machtvolles Tool, um deine Gedanken, Glaubessätze und dein ganzes Leben zum Positiven zu verändern

Ich praktiziere es jeden Tag, egal wo ich bin.

1. Worauf freue ich mich heute ganz besonders?

Wenn du morgens noch im Bett liegst, frage dich, worauf du dich heute am meisten freust.

2. Wofür bin ich heute dankbar?

Wenn du dann abends im Bett liegst, zähle fünf Dinge auf, für die du heute dankbar warst.

Diese zwei Fragen helfen dir, dein Unterbewusstsein auf das Positive zu lenken. Du trainierst so dein Gehirn, das Positive in Allem zu erkennen. Das Glas ist nicht mehr halb leer, sondern halb voll. Das hört sich vielleicht etwas abgedroschen an, ist es aber ganz und gar nicht, wenn man es wirklich verstanden hat. 

Mein Lebensmotto ist: Negative Erfahrungen sind Erfahrungen und daher sind sie gut. 

Alles und Jeder, der dir begegnet, hilft dir, etwas an dir zu erkennen. 

Also: Sei dankbar und versuche diesen Mindshift in deinen Alltag zu integrieren.

3. Meditieren

Meditieren für mehr Balance

Ich weiß, meditieren kann schon mal sehr anspruchsvoll erscheinen, wenn man damit noch kaum Erfahrungen gemacht hat. Doch das ist es nicht. 

Meditieren ist das bewusste Innehalten und die Verbindung mit deiner Essenz. Du musst dabei nicht mal deine Augen geschlossen haben: 

Du kannst zum Beispiel im Auto, in der U-Bahn, beim Einkaufen oder wo auch immer, kurz meditieren. 

Das bedeutet: Spüre kurz in dich hinein

Wie fühlst du dich gerade? Atme bewusst tief ein und aus.

Meine Beziehung zum Meditieren ist mit den Jahren gewachsen. Sie begann in Thailand in einem Tempel, während einer 5-tägigen Vipassana Meditation mit Mönchen. Das ist eine Form der Meditation, in der du komplett bei dir bist. 

Man soll dabei:

  • Um 5 Uhr morgens aufstehen,
  • nicht reden,
  • sich nicht mit technischen Geräten, wie Smartphones ablenken,
  • und um 12 Uhr mittags die letzte Mahlzeit einnehmen.

Das klingt hart. Das war es auch. 

Denn es ist eine Art „innerer Detox“, der dir verdrängte Emotionen oder auch Verhaltensweisen aus der Vergangenheit aufzeigen kann, die vielleicht nicht so positiv waren. 

Alles in Allem: Es hilft dir ENORM dein Leben zu reflektieren.

Ich will dir damit jetzt nicht raten, ebenfalls eine Vipassana Meditation zu machen. Das musst du selbst entscheiden. 

Du kannst klein anfangen.

  • Setze dich morgens, während deiner Morgenroutine, oder ganz gleich wann, bequem hin.   
  • Schließe deine Augen.
  • Atme dreimal tief ein und wieder aus.
  • Konzentriere dich auf deinen Atem. Beobachte, wie die Luft durch die Nase und die Luftröhre, deine Lunge mit Sauerstoff füllt.
  • Stelle dir dabei vor, wie die Lunge nun den frischen Sauerstoff in all deine Zellen bringt und sie so mit Leben und Kraft füllt.
  • Verfolge ebenso auch dein Ausatmen aus deinem Körper. Du kannst dir vorstellen, wie alles Negative dabei deinen Körper verlässt.

Meditieren hilft dabei, uns vor negativen Einflüssen und Stress abzuschirmen, die uns am Tag begegnen werden. Wir schaffen und behalten so die Ruhe und Kraft in uns

Die meisten erfolgreichen Menschen wissen das und haben Meditieren fest in ihren Morgen verankert. 

Steve Jobs gehörte auch dazu.

4. Ziele aufschreiben

Ziele setzen

Bist du unzufrieden mit einem Aspekt in deinem Leben? 

Ein weiteres, sehr hilfreiches Tool ist es, Ziele aufzuschreiben.

  • Was möchtest du verändern?
  • Wie sollte dein Wunschpartner sein?
  • Wie sollte dein Traumjob aussehen?
  • Wo möchtest du wohnen?

Nehme ein oder zwei Blatt Papier und schreibe dir alles ganz genau auf. 

Was ist deine Wunschvorstellung von deinem Leben? 

Scheibe möglichst detailliert. Traue dich dabei auch „verrückte“ Träume aufzuschreiben. Träume, die dein Umfeld oder dein Unterbewusstsein als unrealistisch abstempeln würden. Limitiere dich nicht!

„Ziele auf den Mond. Selbst wenn du ihn verfehlst, landest du zwischen den Sternen.“  

– Friedrich Nietzsche

Hast du schon mal was von einem Visionboard gehört? Das ist eine weitere Möglichkeit deine Ziele und Wünsche „zu Blatt Papier zu bringen“. Suche dir, passend zu deinen Wünschen, verschiedene Bilder (zum Beispiel bei Google) und erstelle dir ein Visionboard. Dieses kannst du ausdrucken und es irgendwo in der Wohnung hinhängen, sodass du es jeden Tag siehst und dein Unterbewusstsein damit fütterst.

Ich habe mein Visionboard papierfrei als Desktopbild auf meinen Laptop. 

5. Manifestieren

Das Manifestieren gehört im Prinzip auch zum Visionboard und „Ziele-Verwirklichen“. Ich trenne es hier aber auf, da es für mich eher darum geht, dir deine Ziele oder ein ganz bestimmtes Ziel in einer Meditation bildlich vorzustellen

Beispiel: Du hast den Traum in einem schönen, großen Haus mit Garten zu wohnen.

So gehst du in etwa vor: 

  • Schließe deine Augen.
  • Bringe dich in einen meditativen Zustand (siehe oben bei „Meditieren“)
  • Stelle dir dann dein Traumhaus von außen vor.
  • Stelle dir vor, wie du reingehst und den Boden, die Türklinken und alles drumherum spürst.
  • Visualisiere es ganz genau

Und das Allerwichtigste:

Fühle, als ob du es schon hast! Wie fühlst du dich? 

Dein Unterbewusstsein kennt keinen Unterschied. Und wird so nach Mitteln und Wegen suchen, es zu deiner Realität werden zu lassen. 

Wir ziehen an, was wir sind.

6. Affirmationen

Affirmationen sind kurze, positiv formulierte Glaubenssätze, die ein Ziel beinhalten. Es sind Möglichkeiten, dein Unterbewusstsein zu stärken und dich von negativen Denkmustern, wie zum Beispiel „ich bin nicht gut genug“ zu trennen.

Du kannst dir Affirmationen beim Autofahren anhören oder auch während du schläfst. 

Wenn wir schlafen, hört unser Unterbewusstsein zu und ist viel empfänglicher für Informationen. Du kannst sogar deinen Lernstoff für eine Prüfung aufnehmen und es nachts, ganz leise, als Audiodatei laufen lassen. Es hilft deinem Gehirn, das Gelernte besser zu verankern. 

Hier ist ein Auszug meiner persönlichen Affirmationen, die ich während meiner Morgenroutine laut vorlese:

  • Ich liebe mein Leben und genieße es jeden Tag.
  • Meine Gedanken sind positiv und friedvoll.
  • Ich spüre einen tiefen, inneren Frieden, der meinen Körper erfüllt.
  • In jedem Moment meines Lebens, sehe ich das Glück.
  • Ich bin und fühl mich gesund.
  • Ich öffne meinen Geist für alles Positive und Heilende in meinem Leben.

Was passiert dabei?

Stell dir vor, du bist in einem Wald, der Boden ist vollbewachsen. Du siehst einen Trampelpfad. Was machst du? Natürlich gehst du diesen Weg entlang. Denn dieser Trampelpfad ist sicher und mehrfach benutzt. 

Dein Gehirn arbeitet ähnlich. Um aber neue Verhaltensweisen und Denkmuster zu lernen, muss dein Gehirn einen neuen Weg bilden.  

Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.“ – Albert Einstein

Das Gehirn bildet dabei neue Nervenverbindungen und braucht etwa 21 Tage, um neue Verhaltensweise zu verinnerlichen. 

Du kannst deine eigenen Affirmationen schreiben, oder du hörst dir Youtube-Affirmationen an. 

7. Bewusste Verbindung mit dem Körper

Bewusster Körper

Dein Körper ist der Tempel deiner Seele. Er tut täglich so enorm viel, um dich am Leben zu erhalten. Verbinde dich ab und an kurz mit ihm bewusst. 

  • Wie geht es mir?
  • Wie fühlt sich mein Körper heute an?
  • Wie reagiert mein Körper auf mein heutiges Essen?

Wenn du anfängst, dich bewusst mit deinem Körper zu verbinden, wird dein Bewusstsein allmählich für ihn wachsen. Auch wenn es für dich verrückt klingt, nehme ihn als ein eigenes Wesen wahr, welches dich liebt und alles tut, damit du leben kannst. 

Umarme ihn und sende ihm Dankbarkeit.

Das hat bei mir wahre Wunder bewirkt.

8. Reflektieren

Reflektieren

Mein letztes Tool, welche ich dir hier vorstelle, ist gleichzeitig mein Wichtigstes

Zeit der Ruhe zum Reflektieren.

Wir sind alle emotionale Wesen und brauchen ab und an Zeit für uns. Zeit, um Geschehnisse zu verarbeiten. Manchmal wird uns alles zu viel. Das ist ok. Das gehört dazu.

  • Wie läuft mein Leben gerade?
  • Bin ich da, wo ich immer sein wollte?

Wenn die Arbeitswoche hart war, lenke dich nicht mit Unterhaltung oder Junk Food ab. Kreiere den Raum in dir selbst, der dir wieder Kraft gibt. 

  • Gehe raus in die Natur, mache einen Spaziergang und denke nach. Verarbeite. Lass dich von der Natur beruhigen und inspirieren.
  • Schreibe in einem Tagebuch: Was waren die Highlights der Woche oder welche Gedanken / Emotionen sind dir bewusst geworden, die dich runtergezogen haben.
  • Lies ein inspirierendes Buch.
  • Tue, was deine Seele erfreut. Was hast du als Kind geliebt?

Ich hoffe, dich konnten meine persönlichen acht Schritte der Achtsamkeit für mehr Balance im Alltag inspirieren. 

In Liebe, 

Viktoria

Wer schreibt hier?

Viktoria Tauberger, Master in Wirtschaftswissenschaften, Jahrgang 1986. 

Gründerin von Mantra of Balance, begeisterte Ernährungsberaterin, Achtsamkeitscoach und Holistic Health-Bloggerin für den Darm und die Seele.

Meine Herzensmission ist es, Menschen über gesunde Ernährung und Achtsamkeit zu einem gesünderen Lebensstil zu inspirieren, damit Körper, Geist und Seele im Einklang stehen.

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